Bei der Aussprache und Schreibweise einiger Konsonanten ist, teils abweichend vom Deutschen, Folgendes zu beachten:
Esperanto hat 7 Diphthonge (Doppellaute).
Falls nach Diphthongen mit -j ein weiterer Vokal in der Wortform folgt,
bildet das j den Anfang der nächsten Sprechsilbe:
ĝo-jo 'Freude',
ĝoj-kri-o 'Freudenschrei',
vo-jo 'Weg',
voj-mon-tri-lo 'Wegweiser',
tuj 'sofort',
tu-ja 'sofortig',
plej 'am meisten',
ple-je 'am meisten' usw.
Diphthonge mit -ŭ werden hingegen nie durch eine
Sprechsilbengrenze getrennt:
ho-di-aŭ-a 'heutig',
pneŭ-o '(Fahrzeug)Reifen'
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Aus der oben genannten Grundregel folgt insbesondere, dass im Esperanto jeder Buchstabe einzeln ausgesprochen wird. Auch die einsilbigen Doppellaute entstehen durch schnelles Hintereinandersprechen der beiden Buchstaben. Für Deutschsprachige ergeben sich daraus ein paar ungewohnte Folgerungen, auf die hier noch einmal eigens hingewiesen werden soll, da sie häufig zu Aussprachefehlern bei Anfängern führen:
Achten Sie darauf, s immer stimmlos (wie ß) und z immer stimmhaft (wie s in Rose) auszusprechen.
Unterscheiden Sie deutlich ĝ und ĵ bei der Aussprache.
d wird auch am Silbenende nicht wie t ausgesprochen:
Esp. apud (nicht [aput] aussprechen!)
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Die Betonung auf der vorletzten Silbe lassen, auch wenn aj oder oj in der Endsilbe vorkommen:
Esp. bonaj amikoj
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Zwei benachbarte Vokale gehören zu zwei Silben!
Daher sind folgende Esperanto-Wörter zweisilbig zu sprechen:
kiu, nei, tiu, sia, lia, kio, mia, via, ŝia, tio, kie
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leciono ist viersilbig: le-ci-o-no.
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Esp. eŭ nicht wie dt. eu aussprechen!
Unterscheiden Sie: neŭtra (neŭ-tra: zweisilbig),
neŭtrala (neŭ-tra-la: dreisilbig),
Eŭropo (Eŭ-ro-po: dreisilbig),
aber: neutila (ne-u-ti-la: viersilbig),
neu (ne-u: zweisilbig).
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Bemühen Sie sich, n vor g und k nicht zu nasalieren, d.h. das "nk" in Esp. dankon wird wie n und k in dt. einkaufen, nicht wie in dt. danke ausgesprochen. <mp3> <1.1.2>